Impressionen Vorexkursion Sibirien 2001
Text: Markus Staub
Bilder: Markus Staub, Willy Schmid
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Der
Ob.
Flüsse, wie es sie in Europa nicht gibt, strömen in weiten
Windungen durch das sibirische Tiefland. Nur an wenigen
Stellen gibt es Brücken, wie hier über den Ob nördlich
des Altai-Gebirges (Barnaul). Im Frühjahr verstopfen die
Eisschollen monatelang die Flüsse und das Wasser wird durch
den noch gefrorenen Norden zurückgestaut. |
Buchweizen - Ackerschläge von mehreren
100 ha.
Trotz des Zusammenbruchs der Kollektiven werden, wo es
möglich ist, noch grosse zusammenhängende Parzellen durch
mehrere Landwirte gemeinsam bewirtschaftet.
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Russland
wie zu Tolstois Zeiten.
Der grösste Teil der Bevölkerung im Altai-Gebirge lebt in einfachsten Verhältnissen. Zur Selbstversorgung werden
Kartoffeln und Gemüse angepflanzt und ein bis zwei Kühe
gehalten. Eigentliche Einkommensmöglichkeiten sind kaum
vorhanden. Das gestapelte Holz mahnt an die kalten und
einsamen Winter... |
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Sibirien - Wald und
Wasser.
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Birkenlicht.
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Beim Botanisieren.
Russischer Nordaltai. Fremd und dennoch irgendwie vertraut kommen
einem die ausgedehnten Fichten-, Föhren- und Lärchenwälder mit
ihren Strauch- und Krautschichten aus vielen essbaren Arten vor
(Vogelbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren etc.). Die
Bärenspuren im weichen Untergrund der Waldpfade geben jedem
Ausflug eine ganz besondere Note.
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Der grosse Himmel -
Steppenlandschaft bei Ust-Kan.
Im Süden des Altai lichten sich die Wälder zunehmend auf und
ziehen sich dann bald auf wenige nordexponierte Hänge oder
Felspartien zurück, wo es noch genügend Feuchtigkeit hat oder
wo die allgegenwärtigen Grasarten nicht so konkurrenzstark
sind.
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Russische und asiatische
Kulturen.
Im Herzen des grössten Kontinentes findet man auf Schritt und Tritt
Spuren von der Durchmischung europäischer und asiatischer Kulturen.
Neben den dominierenden russischen Blockhäusern bauen die Altaier
meist noch ihr traditionelles Rundhaus den Ail.
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Steppe
bei Ust-Kan.
Ein warmer Wind und der würzige Duft von unzähligen
Kräutern umweht einem in dieser einsamen und grossartigen
Landschaft. |
Picknick in der
Steppe.
Auf Entdeckungsreise in den Steppen des russischen Südaltais
soweit das Fahrzeug mitmacht. Einschränkungen oder sogar
Polizeikontrollen sind unbekannt - und das in der ehemaligen
Sowjetunion nahe der mongolischen und chinesischen Grenze...
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Nelken
auf russisch.
Bekannte Pflanzen- und Tiere erinnern daran, dass wir uns im
genetischen Zentrum vieler eurasiatischer Gattungen befinden
(Dianthus sp.) |
Der Katun - Ein
Quellfluss des Ob.
Im Altai-Gebirge entspringen viele Flüsse die ihre Wasser durch
die sibirische Taiga ins nördliche Polarmeer tragen oder gegen
Süden in den zentralasiatischen Wüstengebieten versickern.
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Ust-Koksa
- kleines Städtchen in der Nähe zur Mongolei.
Wie Vorposten der Zivilisation finden sich kleine
Verwaltungsorte in den weiten Naturlandschaften. |
Altai - Land der
ältesten Reiterkulturen.
Ausgrabungen der Skythen-Kulturen zeugen von der frühen
Domestikation des Pferdes in dieser Weltgegend (Altai als
Domestikationszentrum im Neolithikum nach 4000 v. Chr.).
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Ust-Koksa
- zeitlose ländliche Idylle.
Die Luft flimmert in der warmen Sommersonne. Die Zeit
steht still. Die Temperatur erreicht gut 30° Celsius. Zeit
zum Träumen im Schatten. |
Breite Flusstäler -
der Katun bei Ust-Koksa.
Riesige Auenlandschaften durchziehen die Talböden im Altai. Die
Flüsse suchen sich ungehindert immer wieder neue Wege.
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Bergsee
bei Krasna-Gora.
Fast alpine Verhältnisse treffen wir in den höheren
Lagen, wo die Arvenwälder (Pinus sibirica) die Waldgrenze
bilden. |
Alpine
Lärchen-Arvenwälder bei Krasna-Gora.
Unberührte Wildnis nahe der Waldgrenze.
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Farbenpracht
im Bergwald.
Schlagfluren mit Fingerhut- (Digitalis sp.) und
Ritterspornarten (Delphinium sp.) zieren die teils durch
Windwurf und Waldbrand entstandenen Öffnungen im
Fichten-Arvenwald. |
Am Teletskoe-See.
Fjordartige Landschaften finden sich im nordöstlichen Teil des
Altai. Steile Felsufer wechseln mit Kiesstränden ab. Der Wald
reicht vielfach bis ans kalte und klare Wasser.
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