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Impressionen Vorexkursion Bulgarien 2000

Landschaft in den Ostrhodopen

Landschaft in den Ostrhodopen:
Die grosse Sommertrockenheit trägt dazu bei, dass sich die Kulturlandschaft vielfältig präsentiert und die Landwirtschaft insbesondere in den Berggebieten recht extensiv produziert. Die grossen Schwierigkeiten in der Transformation der kommunistischen Staatslandwirtschaft haben in vielen Gebieten zur Aufgabe einer flächendeckenden Landnutzung geführt.


Bauer nahe der griechischen Grenze in den Ostrhodopen:
Beispiele archaischer Landwirtschaft gibt es noch. Schon jetzt werden diesem Bauern, der letzte Verbleibende eines ganzen Dorfes, nicht mehr regelmässig seine Produkte abgeholt, da es sich auch wegen der sehr schwierigen Strassenverhältnisse nicht mehr lohnt. Wie lange kann er noch Bauer bleiben?
Bauer in den Ostrhodopen



Kühe in Marziganiza

Marziganiza, Zentralrhodopen, rund 1300 m ü. M., ca. 30 km südlich von Asenovgrad:
Wiese oder Ruderalfläche? Wo hat es hier Futter? Die in diesem Gebiet enorm hohe Biodiversität ist einerseits durch Nutzungsaufgabe, andererseits durch neue Nutzungsformen eines einzelnen Grossbetriebes gefährdet.


Landschaft in den Ostrhodopen

Am Arda-Fluss, Ostrhodopen:
Eine grossflächige Aufgabe der Nutzung wird auch Auswirkungen haben auf die Biodiversität. In den beginnenden Verbuschungs- und Verbrachungsstadien (im Übergang zum Flussraum sowie an den Berghängen) nimmt die Diversität wohl eher noch zu. Wie sieht dies aber mittelfristig aus?



Gänsegeier

Gänsegeier, Gruppe auf Felsen:
Damit Geier sich in einem Gebiet niederlassen beziehungsweise dort verbleiben, brauchen sie als optische "Animation" Weidetiere, welche potentielles Futter signalisieren. Mit ausgelegten Giftködern gegen Wölfe wurden in der Vergangenheit die Gänsegeier in Bulgarien fast ausgerottet.



Geierfütterungsplatz

Geierfütterungsplatz in den Ostrhodopen:
Schutzmassnahmen wie hier (im Bild die gezielte Fütterung der Geier mit Schlachtabfällen, Schutz von Brutfelsen, Aufklärung der Bevölkerung, grosszügigerer Umgang mit Tierkadavern) liessen den Bestand innert weniger Jahre von 4 Brutpaaren wieder auf mehrere Dutzend Paare anwachsen. Und es wird aber auch künftig eine Landnutzung mit Vieh brauchen.



Blauracke Blauracke:
Die krähengrosse Blauracke gehört zu den auffälligsten und schönsten Vögeln der Ostrhodopen. Als Wartenjägerin sitzt sie gerne exponiert auf Bäumen oder Stromleitungen und hält nach Beutetieren – Grossinsekten und kleine Eidechsen – Ausschau


Schwarzstorch:
Der Schwarzstorch ist im Gegensatz zum Weissstorch kein Kulturfolger, sondern ein scheuer Wald- und Gebirgsbewohner. In den Rhodopen legt er seinen Horst in Nischen hoher Felswände an – manchmal in unmittelbarer Nähe von Brutkolonien des Gänsegeiers.
Schwarzstorch



Felshöhlen

Thrakische Felshöhlen an der Arda, Ostrhodopen:
Das Gebiet der Rhodopen hat eine lange Besiedelungsgeschichte. Im Bild sind Felshöhlen aus der thrakischen Zeit (Eisenzeit, ca. 500 v. Chr.) zu sehen. Im Gebiet gibt es viele weitere archäologisch interessante Objekte.



Anbau von Sesam

Anbau von Sesam in den Ostrhodopen:
Die Zukunft der Landwirtschaft wird auch davon abhängen, welche Produkte auf den Markt gebracht werden können. Der Tabakanbau ist einigermassen etabliert. Der Anbau von Sesam (im Bild) steht hier stellvertretend für mögliche Alternativkulturen. Es wird aber auch wieder junge Leute brauchen, welche eine Zukunft in der Landwirtschaft sehen.


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Letzte Änderung: 27. August 2003