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Impressionen Albanien 2004

Text: Anna Stäubli
Bilder: Willy Schmid, Anna Stäubli

Die Karavasta-Lagune beherbergt eine der grössten europäischen Krauskopfpelikan-Kolonien (Pelecanus crispus). Neben weiteren Vogelraritäten wie dem Rotkopfwürger (Lanius senator) ist auch die halophile (salzliebende) Sanddünen-Vegetation beeindruckend.

Der Besuch einer zweiten Lagune endet im Strassengraben. Zum Glück gibt es Natels und hilfsbereite Albaner...
Der kleine Ausflug hat sich neben dem Abenteuer-Aspekt aber auch wegen der Pflugschar-Zungenstendel (Serapias vomeracea) und den Sichelstrandläufern (Calidris ferruginea) gelohnt.

Die Meeresküste bei Vlora ladet zum Baden ein. Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung.


Ein Wald aus Wolfsmilchbäumen (Euphorbia dendroides) am Ionischen Meer. Die typische Mittelmeervegetation (Macchia) mit Erdbeerbaum (Arbutus unedo), Christusdorn (Paliurus spina-christi) und wilden Oliven (Olea europaea var. sylvestris) begleitet uns die ganze Küste entlang bis nach Saranda.

Gruppenfoto in Saranda. Die Stadt gleich gegenüber der griechischen Insel Korfu lebt vom Tourismus.

Diese Quelle des Bistriza wird "Blue Eye" genannt. Sie ist häufiges Ausflugsziel der Albaner, die ihre Naturschönheiten längst entdeckt haben.


Eine Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo).

Die Burg von Gjirokaster stammt aus dem 4. Jahrhundert und diente zur Überwachung des Drin-Tales. Viele Häuser im gleichnamigen, hübschen Städtchen sind ebenfalls aus Stein und haben dem Ort den Übernamen "Steinstadt" gegeben. Die Häuser werden renoviert und die Altstadt soll als kulturelles Erbe erhalten bleiben.

Auenlandschaften auf dem Weg ins Vjosa-Tal. Die Flüsse nehmen hier ihren natürlichen Lauf und schaffen dynamische Lebensräume mit vielfältiger Flora und Fauna.


Dieser Kleinbauer in Permet mit seinen 6 Kindern lebt von 1 ha Land. Er produziert Gemüse und Fleisch für den lokalen Markt, kann jedoch kein Land dazu pachten oder kaufen, weil dies das albanische Bodenrecht verbietet. Gleichzeitig liegt Land von ausgewanderten Albanern brach. Eine absurde Situation, die auch Landwirtschaftsberater Vassilak Nikolla vor grosse Herausforderungen stellt. Er sieht für solch abgelegene Regionen vor allem in der biologischen Landwirtschaft eine grosse Chance zu bestehen. 

Jeder Haushalt führt hier seine eigene Raki-Brennerei. Die Besitzerin dieser Anlage lebt hauptsächlich von dem Geld, das die Kinder ihr aus Griechenland schicken. Diese arbeiten dort in der Hotellerie und der Landwirtschaft.

Der Fluss Lengarica hat fraktale Strukturen in den Boden gegraben. Anschauungsunterricht zu Erosionsvorgängen im kleinen wie im grossen. So erklären sich die nachfolgenden Schluchten in dem Kalkmassiv fast von alleine.

Die Thermalquellen von Benja mit 30°C warmem und schwefelhaltigem Wasser. Diesmal könnte nicht einmal schlechtes Wetter am Baden hindern...

Die Kirche von Lause ist bekannt für ihre aufwändigen Holzschnitzereien. Die resolute Hüterin schenkt freigiebig Glücksbänder und wünscht den Frauen ein fruchtbares Leben.

Um das Bergdorf Lause sind die Äcker eingezäunt... 

... damit die frei herumlaufenden Weidetiere wie dieser Esel nicht die angesäten Kulturen fressen.

Zwei Bockkäfer (Cerambycidae).


Kleinstrukturiertes Kulturland am Prespa-See. Die Heckenstreifen zwischen den Äckern sind ein Vogelparadies. Neben vielen Grauammern (Miliaria calandra) hört man zum Beispiel auch den Pirol (Oriolus oriolus) und den Wiedehopf (Upupa epops). 1999 wurde auch die albanische Seite des Sees zum Nationalpark erklärt.

Intensive Beweidung durch Ziegen und Schafe gefährden die Landschaft um den Prespa-See. Die wichtige Balance zwischen Über- und Unternutzung zu finden, ist hier eine der grössten Herausforderungen.

Auch der endemische (nur hier vorkommende) Juniperus excelsa, eine Wacholderart, findet sich am Prespa-See.

Alternatives Transportmittel in Pogradec am Ohrid-See.

Ein mit Reben überwachsenes Haus. Die Selbstversorgung ist für die Albaner ein wichtiges Mittel, um über die Runden zu kommen. 
 
Die Bunker von Enver Hoxha sind fast unzerstörbar. Tausende liegen über das ganze Land verstreut und sollten während der kommunistischen Diktatur der Überwachung des Landes dienen. Dieser wird zum Glück langsam vom Ohrid-See überflutet.
 
Olivenöl ist Teil eines Programmes der OAA (Organic Agriculture Association) (www.organic.org.al), der albanischen Organisation für biologischen Landbau. In Zusammenarbeit mit dem FIBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) wird dieses in die Schweiz importiert.
 
Griechische Landschildkröte (Testudo graeca).


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Letzte Änderung: 11. Juli 2004